Warum sollte ich einen UV/IR-Filter mit der Leica M8 nutzen?

Die hohe Bildqualität wird unter anderem durch ein besonders dünnes Infrarot-Sperrfilter vor dem CCD-Sensor erreicht. Dies ist jedoch auch der Grund für eine erhöhte Empfindlichkeit für langwellige...

Die hohe Bildqualität wird unter anderem durch ein besonders dünnes Infrarot-Sperrfilter vor dem CCD-Sensor erreicht. Dies ist jedoch auch der Grund für eine erhöhte Empfindlichkeit für langwelliges (infrarotes) Licht. Bei den meisten Anwendungen hat dies keinerlei Auswirkungen auf das Bildergebnis. In speziellen Situationen in denen z.B. schwarze (Synthetik-) Textilien mit Glühlampenlicht beleuchtet sind, werden diese nicht schwarz, sondern purpurn oder dunkelrot wiedergegeben. Leica Infrarotfilter vor dem Objektiv verhindern einfach und effektiv diese Effekte, ohne dass andere Qualitätseinbußen mit der LEICA M8 eintreten. Zusätzlich wird die Frontlinse Ihres wertvollen Objektivs effektiv vor mechanischen Beschädigungen geschützt.

Ist die Verwendung des Filters mit einem Lichtverlust verbunden (Welchen Verlängerungsfaktor muss ich bei diesem UV/IR-Filter berücksichtigen)?

Das Leica UV/IR-Filter begrenzt den Lichtfluss nur für infrarotes und ultraviolettes Licht. Der Verlängerungsfaktor ist 1.0, das bedeutet es muss keine Verlängerung der Belichtungszeit einberechnet...

Das Leica UV/IR-Filter begrenzt den Lichtfluss nur für infrarotes und ultraviolettes Licht. Der Verlängerungsfaktor ist 1.0, das bedeutet es muss keine Verlängerung der Belichtungszeit einberechnet werden.

Muss mein Objektiv für die Verwendung mit dem UV/IR-Filter 6-bit codiert sein?

Mit den Leica UV/IR Interferenzfiltern und Weitwinkelobjektiven von 16-35 mm entstehen störende Farbverschiebungen in den Bildecken. Daher empfiehlt Leica die Codierung von Objektiven mit 16 bis 35...

Mit den Leica UV/IR Interferenzfiltern und Weitwinkelobjektiven von 16-35 mm entstehen störende Farbverschiebungen in den Bildecken. Daher empfiehlt Leica die Codierung von Objektiven mit 16 bis 35 mm Brennweite. Die LEICA M8 erkennt 6-bit codierte Objektive und kompensiert die spezifischen Farbverschiebungen in der digitalen Signalverarbeitung. Über 35mm Brennweite ist die Farbverschiebung vernachlässigbar gering. Die Kompensation der Farbverschiebungen für alle 6-bit codierten Objektive mit UV/IR-Filter ist in jeder Firmware ab Version 1.10 enthalten.

Kann ich die UV/IR-Filter bei Verwendung mit analogen M Kameras auf dem Objektiv lassen?

Auch bei analoger Verwendung von UV/IR-Filtern entstehen Farbverschiebungen in den Bildecken. Für Objektive von 16-50 mm empfiehlt Leica Ihnen, den aufgeschraubten UV/IR-Filtervor der Aufnahme auf...

Auch bei analoger Verwendung von UV/IR-Filtern entstehen Farbverschiebungen in den Bildecken. Für Objektive von 16-50 mm empfiehlt Leica Ihnen, den aufgeschraubten UV/IR-Filter
vor der Aufnahme auf analogem Filmmaterial zu entfernen.

Warum konnte man den Filter nicht in die Kamera einbauen?

In der LEICA M8 ist ein dünnes Deckglas, bestehend aus einem Infrarot-Sperrfilter und Schutzglas, auf dem Sensor aufgebracht. Die volle Schärfe- und Abbildungsleistung der Leica Objektive kann bei...

In der LEICA M8 ist ein dünnes Deckglas, bestehend aus einem Infrarot-Sperrfilter und Schutzglas, auf dem Sensor aufgebracht. Die volle Schärfe- und Abbildungsleistung der Leica Objektive kann bei der LEICA M8 nur durch ein möglichst dünnes Filterglas vor dem CCD-Sensor erreicht werden. Dies ergibt sich aus der besonders kompakten Bauform des Leica M-Systems mit besonders schräg einfallendem Licht auf den Sensor. Ein dünnes Filterglas bedeutet auch eine reduzierte Filterwirkung für infrarotes Licht. Die Leica M8 verfügt deshalb über eine überdurchschnittlich hohe Empfindlichkeit für Infrarotlicht. Eine Erhöhung der Filterdicke hätte sich negativ auf die Abbildungsleistung, insbesondere in den Bildecken ausgewirkt. Die Lösung eines UV/IR-Filters, der vor das Objektiv geschraubt wird, verringert die Abbildungsqualität nicht, da sich das Filter außerhalb des optischen Systems befindet.

Ist die Filterlösung eine Dauerlösung? Wird in Zukunft der Sensor / die Kamera geändert?

Für die kompakte Bauform der Leica M8 ist die Kombination von dünnem Absorptionsfilter auf dem Sensor und aufschraubbaren Interferenzfilter auf dem Objektiv derzeit die technisch beste Lösung um d...

Für die kompakte Bauform der Leica M8 ist die Kombination von dünnem Absorptionsfilter auf dem Sensor und aufschraubbaren Interferenzfilter auf dem Objektiv derzeit die technisch beste Lösung um die höchste Abbildungsleistung der M-Objektive voll auszunutzen.
Sobald alternative Technologien zur Marktreife gelangen, die höchste Abbildungsleistungen ohne eine erhöhte IR-Empfindlichkeit bieten, wird Leica diese ihren Kunden zur Verfügung stellen. Aussagen zum Zeitpunkt der Einführung und in welchem Kameramodell dies realisiert wird, können derzeit nicht gemacht werden.

Kann man ein Farbprofil im Rohdatenkonverter zur Vermeidung des Infraroteffekts nutzen?

Professionell erstellte ICC-Profile machen es möglich, eine bestimmte Farbe, z.B. purpur durch schwarz zu ersetzen. Theoretisch ist diese Lösung möglich, bedeutet aber im praktischen Alltag, dass b...

Professionell erstellte ICC-Profile machen es möglich, eine bestimmte Farbe, z.B. purpur durch schwarz zu ersetzen. Theoretisch ist diese Lösung möglich, bedeutet aber im praktischen Alltag, dass bestimmte in der Natur vorkommende Töne, wie z.B. der Farbton einer Aubergine oder bestimmte Hauttöne, ebenfalls durch dieses Profil beeinflusst werden würden. Diese theoretische Lösung, die von Leica ebenfalls evaluiert wurde, würde den Effekt nur verlagern, nicht aber eliminieren.

Warum tritt dieses Problem verstärkt bei schwarzen Textilien auf?

Schwarz wird im Färbevorgang von Textilien mittels ausreichender Farbsättigung erreicht. Dazu wird Magenta (dunkles Violett), Schwarzblau oder Braun-Rot in hoher Konzentration für die Färbebrühe an...

Schwarz wird im Färbevorgang von Textilien mittels ausreichender Farbsättigung erreicht. Dazu wird Magenta (dunkles Violett), Schwarzblau oder Braun-Rot in hoher Konzentration für die Färbebrühe angesetzt. Gerade bei modernen Fasern wie Polyamid, Polyester und Polyurethanverbindungen ist eine konsequente Schwarzfärbung mit enormen Problemen verbunden. Dank der Trägheit des menschlichen Auges nimmt der Betrachter die Farben als schwarz wahr - dabei ist die Farbe z.B. nur tiefdunkelviolett. Gerade bei Kunstlicht erscheinen diese Fasern nicht als schwarz sondern zeigen eine deutliche Farbverschiebung in Richtung Violett oder auch Braunviolett. Bedingt durch die überdurchschnittlich hohe Empfindlichkeit für infrarotes Licht „sieht“ die LEICA M8 diese „roten“ Stoffe besonders intensiv.

Stören sich UV/IR-Filter und andere z.B. Polarisations-Filter gegenseitig?

Filterkombinationen, das heißt z.B. Polarisationsfilter und UV/IR-Filter können bedenkenlos und ohne störende Effekte genutzt werden. Auch eine Reihenfolge in der das Licht durch die Filter tritt,...

Filterkombinationen, das heißt z.B. Polarisationsfilter und UV/IR-Filter können bedenkenlos und ohne störende Effekte genutzt werden. Auch eine Reihenfolge in der das Licht durch die Filter tritt, muss nicht beachtet werden.

Gibt es saisonal bedingte Effekte, die berücksichtigt werden müssen?

In der Wintersaison kommt es häufiger zu Innenaufnahmen mit Glühlampenlicht. Da diese Lichtquellen einen relativ hohen Infrarotlicht-Anteil haben, sind die störenden IR-Effekte mit synthetischen St...

In der Wintersaison kommt es häufiger zu Innenaufnahmen mit Glühlampenlicht. Da diese Lichtquellen einen relativ hohen Infrarotlicht-Anteil haben, sind die störenden IR-Effekte mit synthetischen Stoffen in dieser Saison vermehrt zu erwarten. Im Frühling und Sommer kommt es zu einer stärkeren IR-Reflexion am Chlorophyll der grünen Vegetation. So kann es in dieser Jahreszeit eventuell zu einer gelblichen Darstellung von Vegetationsgrün kommen und die Verwendung eines UV/IR-Filters notwendig machen.

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