Archiv

 

2015

Fred Mortagne Fred Mortagne-2 Stefano Guindani Stefano Guindani-3 Struth Guy Tillim

STRUTH–TILLIM–MORTAGNE–GUINDANI

Vier Positionen zeitgenössischer Fotografie

„STRUTH–TILLIM–MORTAGNE–GUINDANI - Vier Positionen zeitgenössischer Fotografie“ ist eine Auswahl aus vier Projekten der Leica Fotografen Thomas Struth, Guy Tillim, Fred Mortagne und Stefano Guindani. Sie alle haben mit der neuen spiegellosen Systemkamera Leica SL gearbeitet und deren Leistung hinsichtlich Geschwindigkeit, Bildqualität und Vielseitigkeit für ihre Fotostrecken auf ganz individuelle Art genutzt.

Thomas Struth, bekannt für seine großformatigen konzeptionellen Museumsinterieur-, Architektur- und Naturserien, überrascht mit seinem jüngsten Projekt, bei dem die Musik im Mittelpunkt steht. Entstanden sind die Aufnahmen während einer Musikproduktion im Konzertsaal der Abtei Marienmünster. Dort porträtierte Struth den Gitarristen Frank Bungarten und den Tonmeister Werner Dabringhaus und vermittelt eindrücklich die Atmosphäre konzentrierter musikalischer Arbeit. Ergänzt wird das Projekt durch Fotografien des barocken Innenraumes der Abteikirche. Struth lenkt den Blick nicht nur auf das barocke Inventar der menschenleeren Kirche, sondern auch hier auf die stille Konzentration. Präzise erkundet er den Raum, entdeckt mit den von ihm gewählten Ausschnitten den Ort neu, interpretiert ihn mit seiner fotografischen Bildsprache. Ganz subtil verdeutlicht sich so die Nähe von Musik und Bild, indem Komposition, Variation und Interpretation als gemeinsame Konstante thematisiert werden.

Guy Tillim richtet seit Längerem sein fotografisches Augenmerk intensiv auf Stadt-Landschaften. Dabei steht nicht das fotografierte Motiv im Vordergrund, sondern der Versuch, ihm unvoreingenommen zu begegnen. So entstehen Bilder, die wahrhaftig sind, indem sie weder Klischees zeigen noch krampfhaft vermeiden. Den schnellen Zugang verwehrt Tillim. Er möchte in seinen Werken keine einfachen Wege zum Motiv aufzeigen, der Betrachter muss sie selbst und für sich finden. Angelegt in Diptychen, bricht die Arbeit die Komposition des einzelnen Bildes und zeigt einen Ausblick, nicht etwa auf die Gedanken in Tillims Kopf, sondern auf das, was tatsächlich vor ihm sichtbar ist – mitten in Berlin.

Fred Mortagne, in der Szene besser bekannt als „French Fred“, ist in der Skateboard-Fotografie eine singuläre Erscheinung. Während sich das Gros der Sportfotografen auf die athletische Leistung und die spektakulärsten Tricks konzentriert, erzeugt Mortagne allein dadurch, dass er fast ausschließlich in Schwarzweiß arbeitet, den völlig anderen Blickwinkel. Mortagne, der seine Karriere als Filmemacher startete, hat für seine Videos die „Frangle“-Technik entwickelt, den „Fred Angle“, mit dem er, selbst auf dem Skateboard fahrend, seine Protagonisten wie bei einer Dolly-Fahrt begleitet und umkreist. Die besondere Perspektive sucht er auch in seiner Fotografie, in der er makellos ausgeführte Skateboard-Tricks – bei denen es weniger auf den Schwierigkeitsgrad als auf die Eleganz der Bewegung ankommt – vor der Kulisse einer dramatisch komponierten architektonischen Linienführung in Szene setzt.

Stefano Guindanis Blick hinter die Kulissen offenbart die Welt der Models nicht als Modebild, sondern als Bild eines Berufs. Oft zeigt er sie mit müden Augen, Grimassen, Lockenwicklern oder beim hastigen Gang von der Bühne in die Garderobe. „Backstage zu fotografieren wird aus mehreren Gründen immer wichtiger“, meint Guindani. „Es gibt die kommerziellen Gründe, um Produkte sichtbarer zu machen und die journalistischen, um die Show zu präsentieren. Aber vor allem geht es darum, authentische Fotos von den Models zu bekommen. Ohne Inszenierung und ohne Pose.“ Seinen Bildern merkt man die intuitive, fast unwillkürlich wirkende Herangehensweise an. Nicht selten verwischen sich die Strukturen, lösen sich Form und Körper der Models auf. Das verleiht den Aufnahmen etwas Sublimes und Übersinnliches.

 

2015

JH Engström JH Engström JH Engström Wiktoria Wojciechowska Wiktoria Wojciechowska Wiktoria Wojciechowska

JH Engström | Wiktoria Wojciechowska

Leica Oskar Barnack Award 2015

In seiner prämierten Serie „Tout va bien“ sammelt der schwedische Fotograf JH Engström Eindrücke in allen möglichen Stilarten, die mit seinen Emotionen korrespondieren – von Szenen einer Geburt über poetische Naturaufnahmen bis hin zu surrealen Portraits. Den frühen Teil seiner Karriere verbrachte er in Schweden und Frankreich. Nach Assistenzen bei Mario Testino und Anders Petersen, einem Film- und Fotografiestudium in Göteborg folgten verschiedene erfolgreiche Buchpublikationen sowie vielfache internationale Auszeichnungen.

Wiktoria Wojciechowska, in Lublin (Polen) geboren, portraitierte in ihrer Serie „Short Flashes“ chinesische Zweiradfahrer in den Städten Peking und Hangzhou auf ihrem Weg durch den Dauerregen. Ihre spontanen, unbemerkten Aufnahmen erzählen von der Wahrheit eines unverstellten Augenblicks. Auch ihre Arbeiten wurden bereits in diversen Ausstellungen und Festivals sowie Magazinen veröffentlicht.

 

2015

Lenny Kravitz_FLASH FLASH_BY_LENNY_KRAVITZ_CROSS_CAT_TEASER FLASH_BY_LENNY_KRAVITZ_LANDSCAPE1 Lenny 2 Lenny 3 Lenny 4 Lenny 5

Flash by Lenny Kravitz

Mit seiner ersten Fotoausstellung betritt Lenny Kravitz ein neues künstlerisches Terrain.

Von Kindheit an übten Kameras eine große Faszination auf ihn aus, doch erst in den letzten Jahren brachten befreundete Fotografen ihm die Grundlagen der Fotografie bei – mit einer Leica. Beeindruckt von den vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten, begann Kravitz eigene Werke zu erschaffen. Besondere Aufmerksamkeit legt er auf Effekte, die durch den Einsatz von Licht und während der Entwicklung der Fotos kreiert werden können. Als öffentliche Person, die selbst bereits unzählige Male von Fotografen, Paparazzi und Fans abgelichtet wurde, betrachtet er ästhetische Fragen aus einer einzigartigen Perspektive. In FLASH fängt Lenny Kravitz die Essenz eines Lebens als Rockstar ein, der ständig im Licht der Öffentlichkeit steht. Das Ergebnis liefert auf intensive Weise Aufschluss über den Fotografen und sein Thema. Mit FLASH beginnt ein neues aufregendes Kapitel seiner facettenreichen künstlerischen Karriere.

 

2015

Enrique-Badulescu_LANDSCAPE_1 Enrique-Badulescu_LANDSCAPE_2

Enrique Badulescu

Anziehend anders

„Für das S Magazin hatte ich die Gelegenheit, all meine kreativen Register zu ziehen. Hier geht es nicht um normale Modefotografie. Jedes Bild soll den Betrachter auf eine andere Reise mitnehmen.“

Enrique Badulescu zählt zur ersten Riege heutiger Beauty- und Fashionfotografen. Expressivität und starke Gegensätze sind Teil seiner individuellen Handschrift. „Ich liebe Kontraste! Nicht nur bei Licht und Schatten, hell und dunkel, sondern vor allem auch bei Farben.” Legendär sind seine Inszenierungen unter Wasser. Seit 25 Jahren vertrauen internationale Label wie Hermès auf seine Fähigkeiten, ihren jeweiligen Markenkern in eine individuelle Bildsprache zu übersetzen. Für das S Magazin interpretierte er den „Geist“ der dort vorgestellten Label auf seine Art neu. Mit seiner scheinbar grenzenlosen Kreativität und einer sehr breit gefächerten Palette an Techniken verwirklicht er seine Vorstellungen von Mode, Beauty und Lifestyle. Er inszeniert Motive und Serien, die den Betrachter in den Bann ziehen, weil sie von Lebendigkeit erfüllt sind. Bei genauerem Hinsehen scheinen die Figuren auf den Bildern mit dem Publikum zu kommunizieren. Bewegung ist ein zentrales Merkmal seiner Werke, deshalb arbeitet Badulescu am liebsten in der Natur, vor allem im und am Wasser. Er schätzt die Unberechenbarkeit der Elemente, die jede Steifheit der Arrangements brechen und auf diese Weise eine Weichheit in seine Bilder tragen. Um für Abwechslung zu sorgen, hat er bei der Arbeit am S Magazin von Fall zu Fall auf Farben verzichtet. „Schwarzweiß ist sehr poetisch. Beim Betrachten ergibt das ein Gefühl, als ob man sich einen Antonioni-Film ansähe.“

Badulescu versteht es nicht nur mit der S-Kamera, sondern auch mit analogen Materialien und Techniken meisterhaft umzugehen. Im Handumdrehen entstehen Collagen oder Übermalungen, die einen oft vermissten „human touch“ in die Digitalfotografie bringen. Improvisation ist dabei für ihn die Schlüsseltechnik. Badulescu besitzt zudem die Fähigkeit, Zufälle und sogar Unglücke blitzschnell zu einem besonderen Merkmal seiner Bilder werden zu lassen. Charakteristisch ist die ihm eigene spielerische Leichtigkeit im Umgang mit Konzept und Materie, die ihn immer wieder neue visuelle Erzählweisen finden lässt. Das belegen die Serien, die exklusiv für das S Magazin entstanden sind, eindrucksvoll.

Enrique Badulescu wurde 1961 in Mexiko-Stadt geboren. Ausbildung an der damaligen Bayerischen Staatslehranstalt für Photographie in München. Seine internationale Karriere begann in der Londoner Musikszene, als er Ende der 1980er-Jahre für das britische It-Magazin The Face arbeitete und die Rolling Stones fotografierte. Bald darauf wurde er für diverse Plattencover angefragt und für erste Kampagnen gebucht. Seine Arbeiten erscheinen in Magazinen wie Vogue, Elle und Harper’s Bazaar. Badulescu lebt in New York.

www.enriquebadulescu.com

 

2015

LEICA-GALLERY-WETZLAR-RALPH-GIBSON-LANDSCAPE1 LEICA-GALLERY-WETZLAR-RALPH-GIBSON-LANDSCAPE2 LEICA-GALLERY-WETZLAR-RALPH-GIBSON-LANDSCAPE3 LEICA-GALLERY-WETZLAR-RALPH-GIBSON-LANDSCAPE4 LEICA-GALLERY-WETZLAR-RALPH-GIBSON-LANDSCAPE5 LEICA-GALLERY-WETZLAR-RALPH-GIBSON-LANDSCAPE7 LEICA-GALLERY-WETZLAR-RALPH-GIBSON-LANDSCAPE6

Ralph Gibson

Mono

„Ich habe gelernt, dass ich überall da ein Bild machen kann, wo ich sehen kann. Mit Film bin ich oftmals an die Grenzen des Mediums gestoßen, mit der Monochrom konnte ich einen Schritt darüber hinausgehen.“

Jahrzehnte lang war Ralph Gibson – der Meister der Schatten und des eleganten Akts – überzeugt, dass die digitale Fotografie sich niemals mit der analogen wird messen können. Seit 1961 fotografiert der Amerikaner mit analogen Leicas. 2013 besuchte ihn Duncan Meeder, Besitzer des Leica Store Lisse/Henny Hoogeveen bei Amsterdam und machte ihm ein besonderes Angebot: eine „Ralph Gibson“-Edition der Leica M Monochrom, Prints und ein Buch – jeweils mit der Kamera entstanden. Gibson ließ sich darauf ein und begann kurz darauf, das erste Mal digital zu fotografieren.

In den folgenden Monaten entstand die Serie Mono mit der M Monochrom in zehn verschiedenen Ländern – eine Reise um die Welt in kontrastreichem Schwarzweiß. Die Bilder verknüpft auf den ersten Blick kein roter Faden miteinander. Alltägliche Straßenszenen, abstrakte Ausschnitte, makellose Körper – oftmals unbedeutende Momente, die aber in der Aufnahme zu einem spannungsreichen Spiel aus Linien, Licht und Dunkel verdichtet werden und in der Serie wieder ein harmonisches Ganzes ergeben.

Vor vielen Jahren hatte der große André Kertesz zu Gibson gesagt: „Ein Fotograf muss lernen, alles zu fotografieren.“ Gibson kommentiert in seinem Vorwort im Buch: „Also, wenn man sich so glücklich schätzen kann, einen solch guten Ratgeber zuhaben, dann ist es vielleicht weise, zu gehorchen.“ Die Bilder dieser Serie demonstrieren die Idee, dass es tatsächlich möglich ist, alles zu fotografieren.

Ralph Gibson wurde 1939 in L. A. geboren. Er studierte Fotografie bei der US Navy und am San Francisco Art Institute, arbeitete als Assistent von Dorothea Lange und Robert Frank. 1969 gründete Gibson den Verlag Lustrum Press. Mittlerweile sind über 40 Monographien mit Gibsons Arbeit erschienen.

www.ralphgibson.com

 

2014

CLAIRE-YAFFA-INGE-MORATH-1923-2002-LANDSCAPE CLAIRE-YAFFA-THOMAS-HOEPKER-1936-LANDSCAPE CLAIRE-YAFFA-1935-LANDSCAPE CLAIRE-YAFFA-HENRI-CARTIER-BRESSON-1908-2004-LANDSCAPE

Claire Yaffa

100 Fotografen – 100 Porträts

„Fotografie ist einfach das, was ich bin. Dieses Geschenk schätze ich. Ich werde immer den anderen Fotografen dankbar sein, die dazu beigetragen haben, mir den Weg zu zeigen, sowie den Menschen, die mir erlaubten, sie zu fotografieren und mich in ihre Welt ließen.“

Das Porträt ist die Königsdisziplin der Fotografie. Die spezielle Dialogsituation zwischen Fotografen und Porträtiertem kann einer der intimsten Momente zwischenmenschlicher Kommunikation sein und es gehört nicht nur Meisterschaft, sondern vor allem auch Fingerspitzengefühl dazu, ein – für beide Seiten des Dialogs – gelungenes Ergebnis zu erzielen. Fragen der Selbstdarstellung, der Ähnlichkeit, der Interpretation und der Gestaltungsmöglichkeiten des Fotografen überlagern sich in jeder Porträtfotografie und am Ende steht die Zwiesprache des Betrachters mit dem Bild.

Auffälligerweise lassen sich die wenigsten Fotografen selbst gerne porträtieren, zu vertraut ist ihnen offenbar der Schutz hinter der Kamera. So ist Henri Cartier-Bressons überlieferte Zurückhaltung vor anderen Fotografen legendär. Lieber wollte er immer möglichst unauffällig sein, um besser beobachten zu können, als selbst im Mittelpunkt zu stehen. Diese Haltung verbindet ihn mit vielen prominenten Fotografen, die ebenfalls den Blick durch ihren Kamerasucher bevorzugen, statt sich vor der Kamera verhalten zu müssen.

Umso spannender ist die Galerie, die Yaffa in vielen Jahren von ihren Kollegen zusammengetragen hat. Und selbst Henri Cartier-Bresson machte für die Fotografin eine Ausnahme und ließ sich für ihr Projekt ablichten. Und das gleich mehrfach. In ihrem Langzeitprojekt hat die Fotografin mit leidenschaftlichem Interesse und sensiblem Gespür für den Moment mittlerweile ein Who’s who der großen Fotografenpersönlichkeiten zusammengetragen. Mit Blick auf diese Galerie kann man Cornell Capas Erfahrung nur zustimmen, als er feststellte: „Fürchten Sie sich nicht vor Claire Yaffa. Die Fotografien sind wundervoll und Ihre Bilder werden bleiben.“

 

2014

60-JAHRE-LEICA-M-AXELSSON-LANDSCAPE 60-JAHRE-LEICA-M-INGE-MORATH-FOUNDATION-LANDSCAPE 60-JAHRE-LEICA-M-JING-HUANG-LANDSCAPE 60-JAHRE-LEICA-M-ARNOLD-LANDSCAPE 60-JAHRE-LEICA-M-CIRIL-JAZBEK-LANDSCAPE 60-JAHRE-LEICA-M-THOMAS-HOEPKER-LANDSCAPE 60-JAHRE-LEICA-M-KIRILL-GOLOVCHENKO-LANDSCAPE

Magic Moments

60 Jahre Leica M

Mit einer Leica zu fotografieren ist wie ein langer zärtlicher Kuss, wie das Abfeuern einer automatischen Pistole, wie eine Stunde auf der Couch des Analytikers.“ Henri Cartier-Bresson

Die Kamera ist ein Schlüssel zur Welt. Und insbesondere die Leica M hat den Weg zu besonderen Ereignissen und außergewöhnlichen Menschen geöffnet. Sie legitimiert für Kriegseinsätze und Sozialreportagen, eignet sich aber genauso für Street Photography, poetische Landschaftsbilder oder aber stille Porträts. Ohne Zweifel ist die Leica M nicht einfach nur eine Kamera. Sie ist legendär, für viele sogar ein Sammelobjekt oder Statussymbol. Sie ist weit mehr als das selbstverständlich zuverlässige, präzise Arbeitsgerät, denn jeder Fotograf entwickelt ein individuelles Verhältnis zu seiner Kamera. Eine Leica ist zugleich diskrete Beobachterin, blitzschnelle Komplizin und vertraute Begleiterin, die nicht nur jeden Tag perfekt funktioniert, sondern sie kann darüber hinaus auch eine magische Verbindung zu den größten Fotografen und bekanntesten Aufnahmen herstellen.

Zahlreiche Fotografien, die sich in das kollektive Bewusstsein eingebrannt haben sind mit der Leica M entstanden. Wichtige Momente des Weltgeschehens genauso wie die kleinen zufälligen Begegnungen des Alltags, Porträts von prominenten Zeitgenossen ebenso wie von namenlosen Unbekannten. In Magic Moments sehen wir Marilyn Monroe, Mutter Teresa oder die Beatles, aber auch anonyme Reisende, spielende Kinder und flüchtige Passanten. Jeder Fotograf hat seine eigene Bildsprache, so sind klar gestaltete Kompositionen gleichermaßen zu entdecken, wie perspektivische Verrätselungen. Ob schwarzweiß oder in Farbe: Die Jubiläumsauswahl aus sechs Jahrzehnten zeigt unvergessliche Momente in legendären Fotografien. Ein hochkarätiges Kaleidoskop voller Abwechslung und Überraschungen – ganz so, wie das Leben selbst.

Leica M: Diese einzigartige Messsucher-Systemkamera wurde 1954 mit der M3 erstmals präsentiert und bis heute hat sich der Familienstammbaum beständig erweitert. Doch selbst bei der Transformation hin zur digitalen Aufnahme blieb Kontinuität noch wichtiger als stetige Veränderung. Wenn es einen typischen fotografischen Stil der Leica M gibt, dann zeichnet er sich durch kreative Bilder aus, die mitten im Leben entstanden sind: Fotografien, die berühren, die eine Geschichte erzählen, die eine tiefere Einsicht in die Welt und den Alltag geben. Ganz einfach Fotografien, die jeden Tag den Mythos Leica M mit faszinierenden Ergebnissen erneuern, egal, ob sie nun von bedeutenden oder noch unbekannten Fotografen aufgenommen werden.

 

2014

01 Evgenia Arbugaeva_Leica Camera AG, 10x10, 2014_NEU 02 Julia Baier_Leica Camera AG, 10x10, 2014_NEU 03 Kirill Golovchenko_Leica Camera AG, 10x10, 2014_NEU 04 Jing Huang_Leica Camera AG, 10x10, 2014 Jing_Huang_NEU 05 Dominic Nahr_Leica Camera AG, 10x10, 2014_NEU 06 Thomas Ruff_Leica Camera AG, 10x10, 2014_NEU 07 Craig Semetko_Leica Camera AG, 10x10, 2014_NEU 08 Saga Sig_Leica Camera AG, 10x10, 2014_NEU 09 Alec Soth_Leica Camera AG, 10x10, 2014_NEU 10 Amedeo M. Turello_Leica Camera AG, 10x10, 2014_NEU

Ausstellung 10x10

„10 x 10“ ist ein Projekt,, das mit zeitgenössischer Fotografie in die Zukunft weist und gleichzeitig eng mit der Vergangenheit verknüpft ist. Das Programm startete anlässlich des 100. Geburtstages der Leica Fotografie.

Die Leica Camera AG feiert am 23. Mai 2014 die offizielle Eröffnung des neuen Firmengebäudes im Leitz-Park Wetzlar. Im Rahmen der Feierlichkeiten wird auch die Leica Galerie im Leitz-Park eröffnet. Anlässlich des 100. Geburtstages der Leica Fotografie startet das Programm mit einer besonderen Ausstellung. „10 x 10“ ist ein Projekt, das mit zeitgenössischer Fotografie in die Zukunft weist und gleichzeitig eng mit der Vergangenheit verknüpft ist. Zehn Fotografen (Dominic Nahr, Julia Baier, Evgenia Arbugaeva, Craig Semetko, Kirill Golovchenko, Amedeo M. Turello, Alec Soth, Jing Huang, Thomas Ruff und Saga Sig) treten mit jeweils zehn Bildern in einen kreativen Dialog mit einem der großen Meister aus der Geschichte der Leica Fotografie und setzten sich mit seinem Werk fotografisch auseinander.

„Was gibt es Schöneres, als mit Freude und Stolz auf 100 Jahre Leica Fotografie zu schauen und gleichzeitig etwas Neues zu schaffen? Für die Auftaktausstellung haben wir uns genau das zur Aufgabe gemacht: neue Fotografien kreieren, die wie mit einem unsichtbaren Band mit der Vergangenheit, dem Erbe der Leica Fotografie, verbunden sind. So entstanden zehn hochkarätige Ausstellungen, die in ihrer Unterschiedlichkeit die Vielseitigkeit der Fotografie repräsentieren.
100 Bilder insgesamt – ein zeitgenössisches Kaleidoskop der Fotografie“, so Karin Rehn-Kaufmann, Generalbevollmächtigte für Leica Galerien International.

 

2014

Ciril Jazbec 1 Ciril Jazbec 2 Ciril Jazbec 3

Ciril Jazbec

Waiting to move

Ciril Jazbec, winner of the 2013 Leica Oskar Barnack Newcomer Award for emerging talents with his photo series “Waiting to move”, focuses on the everyday life and the dying traditions of the Inupiaq Eskimos in Shishmaref.

Situated on an extremely narrow island off the north west coast of Alaska, the village is jeopardized by the climate change and the consequent rise of the sea level. To preserve the community, the inhabitants voted in 2002 in favor of a complete resettlement of the village to the nearby mainland. Ever since then they have been waiting for the American government to appropriate the funds necessary to finance the move. Ciril Jazbec’s emotional images capture the mood of waiting and at the same time record the solidarity of a small community between tradition and modern times.

 

2014

Evgenia Arbugaeva 4 Evgenia Arbugaeva 1 Evgenia Arbugaeva 2 Evgenia Arbugaeva 3 Evgenia Arbugaeva 5 Evgenia Arbugaeva 6

Evgenia Arbugaeva

Tiksi

The winner of the competition is Evgenia Arbugaeva from Siberia with her photo series “Tiksi”. The theme of the series is everyday Arctic life in the photographer’s home town.

Once a strategic military and science hub in the middle of the Siberian tundra, the port has long lost its air of importance. After the fall of USSR, when government stopped financing it's northern projects more then a half of population have left the town in search for a better future. In haunting and poetic images, the photographer evokes the fascinating beauty of the Arctic icescape and the people who live there. Her images are stark and without distracting detail, presenting everyday scenes of life in the harsh environment that show how the inhabitants come to terms with the permanent cold. Despite the harsh conditions, the photographer paints a very affectionate picture of her homeland and the images exude an almost fairy tale-like charm.

 

2013

Ragnar Axelsson

Last Days of the Arctic

This exhibition is entitled “Last Days of the Arctic” and features black-and-white photos from the photo book of the same name by the Icelandic photographer Ragnar Axelsson. They have shown fascinating icescapes with gigantic glaciers as well as impressions from the everyday life of the Inuits, who earn their living by hunting seals, whales and polar bears.

The photos were taken near Kangertittivaq, better known as Scoresby Sund, a fjord system on the East coast of Greenland. This is the home of hunter Hjelmer Heimeken. Hunting is iconic to his cultural history, and he feels a deep respect for nature and its creatures. The conditions between ice and snow are hard enough, but made even tougher by the effects of the climate change that cause cracks in the ice and can cost the hunter his life. Hjelmer knows that he is risking his life every time he ventures out on the ice. But for him, this is the natural cycle: if he takes something from nature, he has to give something back in return – even if it’s his own life.

Ragnar Axelsson, known as RAX, lives in Reykjavik and ranks among the most successful photojournalists in Iceland. Born in 1958, he has already traveled the whole world, but his passion is for the people in Nordic regions. His photographs tell stories of their life and survival in breathtaking natural surroundings. The pictures bear witness to the magnificence of the landscapes and the steadfastness of people in a natural environment endangered by climate change. Axelsson has already won many awards for his photo essays, including an “honorable mention” in the prestigious Leica Oscar Barnack Award competition.

Die gezeigten Aufnahmen sind mit der Leica M Monochrom entstanden und können käuflich erworben werden. Preisangaben sind auf Anfrage erhältlich.

 

2013

Benedicte Lassalle

On My Side of Town

This exhibition is by the French photographer Bénédicte Lassalle and is entitled “On my side of town”. The photos were taken in the 17th arrondissement of Paris, where the photographer lived for a long time. Fascinated by her environment, she has captured scenes and impressions of her everyday life, giving them an almost mystic character. This is because the views Bénédicte Lassalle presents are not a true-to-detail copy of reality.

Each picture is a photomontage combining an urban panorama with a nature photo. The trees with their labyrinth of branches, buds and leaves seem like a fine veil through which the viewer looks into the soul of Paris. As a result, the urban silhouettes take on a poetic beauty. The French capital looks like something out of a fairy tale – the ordinary exudes a special kind of magic.

Born in Provence in 1975, Bénédicte Lassalle now lives and works in the USA. She is a member of the French photographers’ agency Agence Revelateur (www.agencerevelateur.fr). Photography is her vocation. Her ambition is to create photo documentation that reflects artistic quality and the vision of the author. She finds inspiration for her photographic projects in objects of everyday life. Her work has won several awards and featured in many publications. The exhibition “On my side of town” (French title: Par chez moi) will also be shown in the Galerie Imagineo in Paris from September 5th to 28th.

The exhibited photos were taken with a Leica M7 and a Leica Summilux-M f/1.4 /50mm ASPH. lens. They are available for sale (prices on request).

 

2013

James Whitlow Delano

Selling Spring - Sex Workers Series

The theme of the “Selling Spring: Sex Workers Series” exhibition is prostitution. The American photographer James Whitlow Delano took the photos in various countries, including Japan, China and Mexico. Fascinated by this sub-culture, he adopts an extremely discreet approach. After all, his reportage is a risky undertaking. He is under constant observation – by pimps, clients, the police and the prostitutes themselves. This means he has to work quickly and inconspicuously, so the black-and-white series is exclusively composed of snapshots – the viewer will not find any arranged portraits here.

Delano’s photos give us a backstage view of the sex industry. He is interested in the personal stories of the young men and women who do this job, as these stories are as varied as the motives that drive them to prostitution. Whether poverty, violence or hopelessness, every one of them has their own particular tragedy and deserves respect. The photographer shows the human beings behind the sex façade in an attempt to give them back part of the dignity they lost long ago.

Born in 1960, James Whitlow Delano is currently living in Tokyo. He has already worked in Asia for many years, mainly on long-term projects focusing on human rights, the environment and culture. His photographs, most of which are black and white, have been featured in magazines all over the world, such as the New York Times Magazine, Geo, Mare and Time Asia. He has already won many awards, for instance the Alfred Eisenstaedt Award, an honorable mention in the 2006 Leica Oskar Barnack Award and the Picture of the Year International Award.

The photos in the exhibition were taken with Leica M2 and M6 analog rangefinder cameras.

 

2013

Nick Rains

Elevated Perspectives

The “Elevated Perspectives” project comprises ten large-format aerial photos taken by photographer Nick Rains from a Cessna 172. In the year 2011, Rains spent roughly 12 months touring the South West of Australia to document the region from the ground. When he was given the opportunity to take photos from the air he was immediately delighted with the result.

Aerial photography may not be a new genre, but these photos never cease to lose their fascination due to the different perspective they offer. The viewer is given the chance to see the world with different eyes and discover it anew. Looking with a bird’s-eye view, the familiar environment becomes an adventure waiting to be explored.

Nick Rains’ career as a photographer began about 30 years ago, starting in Europe in the eighties and continuing in his home country Australia from 1990 onwards. His work has already been published all over the world in books, newspapers, calendars and magazines.

The exhibited photographs were taken with the Leica S medium-format system and 70 mm and 120 mm lenses, and are available for sale (prices on request).

 

2013

Yan Kang Yang 1 Yan Kang Yang 2 Yan Kang Yang 3

Yan Kang Yang

Tibetan Land

The photo series “Tibetan Land” of the Chinese photographer Yan Kang Yang gives insights into the life of Tibetans, who have one of the most mysterious cultures in China. A key theme of the project is the strong power of faith. The way the Tibetan Chinese live out their faith and pray to Buddha even under the harshest conditions – sometimes at altitudes of 4000 meters – exerts a great fascination, which the award-winning photographer has captured in impressive images. The most striking feature of the black-and-white photos is the peace they emanate. The viewer clearly senses the deep-rooted affinity of the people with their religion, philosophy and culture.

Born in 1954, Yang began his career as a photographer for a small local newspaper. He exhibited his work for the first time in 1988. His first exhibition in Germany in 1992 led to a large number of international projects. In 2005, Yang’s photo report “Der lange Marsch zum lieben Gott” in GEO magazine earned him a Henri Nannen prize, an award honoring outstanding journalistic work, in the “Best Photo Reportage” category.

The displayed images were photographed with a Leica MP camera and Leica Summilux-M 1.4/35 mm lens and are available for sale (prices on request).

 

2013

Udo Bernhart 1 Udo Bernhart 2

Udo Bernhart

Südtirol kulinarisch

In his photo project “Culinary South Tyrol”, photographer Udo Bernhart takes the viewer on a culinary trip round Italy’s northernmost province. This is a region where nearly everything grows, a place where the easy-going Mediterranean lifestyle meets Alpine down-to-earthness.

And the cuisine, boasting a long list of award-winning chefs, combines the best of both worlds. Sometimes, however, it’s the plain delights that make the difference: bread from home-grown grain, wine from steep little vineyards or home-made fruit spreads. These products are made by people who live for their ideas. Only the best ingredients are good enough for them. The photographer has captured the culinary highlights in colorful pictures – a real treat for fans of German-Italian food – and shows the pride of all those responsible for their production. The Book “Südtirol kulinarisch” (Culinary South Tyriol) by Monika Kellermann, photographed by Udo Bernhart, was published by “Collection Rolf Heyne”.

Udo Bernhart has worked as a free-lance photographer and photojournalist for more than 35 years. Born and bred in the Vinschgau region and deeply rooted in the South Tyrolean landscape, his assignments have already taken him all over the world, for instance to Terra del Fuego, China, Alaska and Camchatka. His work has been featured in German and international magazines. As well as many photo reports, he has published over 60 photo books.

The photos in the exhibition were taken with a Leica M9. They are available for sale (prices on request).

 

2013

Frank Hallam Day & Piotr Zbierski 2 Frank Hallam Day & Piotr Zbierski 1

Frank Hallam Day & Piotr Zbierski

Gewinner des Oscar Barnack Preises 2012

First prize highly prestigious photography competition, the ‘Leica Oskar Barnack Award 2012’, goes to US photographer Frank Hallam Day for his portfolio entitled ‘Alumascapes’.

Throughout his career as a photographer, Frank Hallam Day has concerned himself with many different aspects of the medium. Following numerous projects with a focus on political issues, his work has now increasingly turned towards exploring the relationships between man and the environment. For this, he shoots predominantly at night to reveal a suggestive and ambiguous side of the world. The latest example of this is illustrated by his winning portfolio ‘Alumascapes’. This photographic project shows the results of a month-long journey through Florida. In his images, Frank Hallam Day depicts the phenomenon of man and his environment in a unique manner and makes recreational vehicles (RV’s) – ultra-modern, high-tech and luxury homes on wheels – the brightly lit and dazzling stars of his pictures. They seem to be inextricably entwined in the jungle landscapes of Florida at night and appear as essential islands of security in a dark and hostile environment. They protect their owners with a feeling of safety and comfort in the lap of luxury. Of course, this form of escape no longer has much to do with the love of nature, relinquishing everyday luxuries or winding down. Frank Hallam Day’s images reveal that the relationship between man and the environment is more ambiguous than ever before.


Piotr Zbierski is the winner of the ‘Leica Oskar Barnack Newcomer Award 2012’ with his portfolio ‘Pass by Me’.

‘Pass by me’, the winning portfolio, represents the culmination of a project on which Polish photographer Piotr Zbierski has been working for five years. In his long-term project entitled ‘White Elephant’, the photographer explores the expression of emotions and the question of to what extent they can alter reality. In this, he is particularly fascinated by chance encounters. His view of people in the role of an impartial observer, fleeting encounters with strangers – without prior knowledge of his subjects – enables him to see what is pure and essential: people and their entire world of emotions. In the words of Piotr Zbierski, ‘I chose photography because it lets me get very close to people. It is the only medium with a directness that lets me show the existence of the imagination in the real world.’ In his images, he concentrates on faces, gestures, the expression of feelings and relationships. His images have no pretension of being original, but instead are authentic. They depict scenes from the heart of life itself, captured at a wide variety of locations. The majority were shot on journeys through Eastern Europe and India. Although the portfolio appears to have a random structure at first sight, an underlying order and relationship exists between the images. Together they build an entirety and relate a story of happiness, memories and encounters characterised by the photographer’s own particular style.

Top