Haircuts everywhere, Sophiatown 1958, Jürgen Schadeberg | 1512x1008 f4f4f4 Handstand, Hamburg, Jürgen Schadeberg | 1512x1008 f4f4f4 Avoiding the Pass, 1955, Jürgen Schadeberg | 1512x1008 f4f4f4 Drum cover, 1958 | 1512x1008 f4f4f4 Ducktails at the Rand Easter Show, Johannesburg | 1512x1008 f4f4f4

Ob die Aufnahme der singenden Miriam Makeba oder das Bild Nelson Mandelas, der durch die Gitterstäbe seiner ehemaligen Gefängniszelle blickt: Jürgen Schadeberg hat in Südafrika zahlreiche, heute legendäre Bildikonen fotografiert.

Als Bildjournalist und Vertreter der Life Photography ist er im besten Sinne ein Humanist, der sich vorurteilsfrei für den Alltag und die Lebensbedingungen seiner Zeitgenossen interessiert. Immer ist er den von ihm porträtierten Menschen mit Sympathie und Respekt begegnet, gleich welcher Nationalität oder Hautfarbe.

In Berlin geboren und aufgewachsen, verlässt er 1950 Deutschland mit kaum mehr als einem Koffer, darin aber auch seine günstig erworbene Leica IIIa, die es ihm ermöglichen wird, sich in Südafrika rasch als Bildjournalist zu etablieren. Geprägt von den Erfahrungen des europäischen Rassismus, trifft er in Südafrika auf ein tief gespaltenes Land, in dem die schwarze Bevölkerungsmehrheit brutal von der weißen Minderheit unterdrückt wird. Unbefangen, leidenschaftlich und neugierig: diese Eigenschaften ermöglichen es Schadeberg immer wieder, Situationen und Orte zu fotografieren, deren Besuch für die meisten seiner weißen Zeitgenossen undenkbar gewesen wäre. Nicht zuletzt durch seine Arbeit für das Magazin Drum wird er zum Chronisten einer Epoche. 1964 muss Schadeberg Südafrika verlassen und arbeitet in den folgenden Jahrzehnten als Freelancer in Europa und den USA. Auch hier bleibt er seiner empathischen Arbeitsweise treu. Erst 1985 kehrt er nach Johannesburg zurück; bis 2007 entsteht das zweite südafrikanische Kapitel seines fotografischen Schaffens.

Leica ehrt den Fotografen nun für dieses über sieben Jahrzehnte umspannende Lebenswerk, für sein unermüdliches, mutiges und gleichermaßen herausragendes Engagement als Fotograf mit dem Leica Hall of Fame Award.

Jürgen Schadeberg wurde 1931 in Berlin geboren, ab 1946 besuchte er dort die Schule für Optik und Phototechnik und war anschließend in Hamburg für die Deutsche Presseagentur (dpa) tätig. 1950 Umzug nach Südafrika. Bis 1959 war er Mitarbeiter des Drum-Magazins, dem wichtigstem Forum für die schwarze Mehrheitsbevölkerung Südafrikas. Ab 1964 arbeitete er in Europa und den USA, war Dozent an verschiedenen Hochschulen. 1985 Rückkehr nach Südafrika bis 2007. Jürgen Schadeberg lebt mit seiner Frau heute in Spanien.

Leica Hall of Fame

Bilder, die die Welt berührt haben, Momente, die unvergessen bleiben: Die Leica Camera AG beruft herausragende Fotografen in die Leica Hall of Fame – Fotografen, die mit ihrem Blick auf die Welt etwas bewegt, etwas verändert haben. Zeugnisse ihres Schaffens sind Bildikonen, die sich in unser kollektives Gedächtnis gebrannt haben, die berührend und zeitlos die conditio humana veranschaulichen.

Als Erster wurde 2011 Steve McCurry mit dem Leica Hall of Fame Award geehrt, es folgten Barbara Klemm, Nick Út, René Burri, Thomas Hoepker und Ara Güler. 2017 wurden Gianni Berengo Gardin und Joel Meyerowitz ausgezeichnet, in diesem Jahr wird nach Bruce Davidson nun Jürgen Schadeberg in die Leica Hall of Fame berufen.

Jürgen Schadeberg - Leica Hall of Fame 2018

Datum
16.11.2018 - 17.02.2019
Ort

Leica Galerie Wetzlar

Leica Camera AG
Am Leitz-Park 5
35578 Wetzlar

Telefon: +49 (0) 6441 - 2080-0
Fax: +49 (0) 6441 - 2080-333
E-Mail:

Öffnungszeiten:
Montag - Freitag 10 - 20 Uhr
Samstag/Sonntag 10 - 18 Uhr
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