Leica

Oskar Barnack dokumentierte mit seiner flexiblen Kleinbildkamera bereits eindrucksvoll das Geschehen in seinem Heimatort. Die Fotografen griffen die neue, bewegliche, unaufdringliche und schnelle Art des Fotografierens begierig auf und schufen Meisterwerke der künstlerischen Bildgestaltung und der packenden Reportage. So entstanden damals wie heute mit der Leica große Bilder, die unser Wissen erweitern und unsere Vorstellungen von der Welt prägen.
Was 1914 mit der Ur-Leica begann, wurde rasch zu einem anhaltenden Erfolg. 1932 waren weltweit bereits rund 90.000 Kameras in Gebrauch, 1961 eine Million. Meilensteine der Entwicklung sind zunächst die Messucherkameras wie 1954 die legendäre Leica M3 oder 1984 die M6. Parallel treten die Leica Objektive ihren Siegeszug an und begeistern Leica Ferngläser durch Leistungskraft und Komfort. Mit der LEICA R3 als erster elektronischer Leica startet 1976 das R-System, 1989 erscheint die erste Kompaktkamera, 1998 die erste kompakte Digitalkamera Leica Digilux. Alle Entwicklungen basieren auf den Bedürfnissen der Anwender und zeichnen sich durch höchste Qualität, Konzentration auf die wesentlichen Funktionen und eine angenehme Bedienbarkeit aus.

Meilensteine in der Leica Produktgeschichte



1849 Der Optiker und Mathematiker Carl Kellner gründet in Wetzlar ein Optisches Institut zur Entwicklung von Optiken und Mikroskopen.
1887 Das 10.000 Mikroskop wird hergestellt.
1907 Beginn der Herstellung von Ferngläsern unter der Leitung von Max Berek.
1914 Oskar Barnack konstruiert die Ur-Leica.
1923 Fertigung der ersten 25 Prototypen einer Kleinbildkamera, der so genannten Null-Serie, für Testzwecke.
1925 Die LEICA I mit fest eingebautem Objektiv erscheint zur Leipziger Frühjahrsmesse. Bereits im ersten Jahr werden 1.000 Kameras produziert. Der erste Kleinbildvergrößerer FILAR wird vorgestellt.
1926 Der erste Kleinbildprojektor ULEJA erscheint.
1930 Die erste Leica Kamera mit Wechselgewinde und drei Wechselobjektiven wird angeboten. Das Lehr-Atelier wird bei den Optischen Werken Ernst Leitz in Wetzlar eingerichtet, um Forscher, Techniker, Journalisten und Wissenschaftler in Theorie und Praxis mit den Vorzügen der Kleinbildfotografie vertraut zu machen.
1932 Die LEICA II mit eingebautem, gekuppeltem Entfernungsmesser und eingebautem Sucher wird angeboten. Es kommen weitere Objektive auf den Markt. So stehen dem Leica Fotografen inzwischen sieben Wechselobjektive mit genormtem Gewinde zur Verfügung. Die Leica II mit der Seriennummer 100.000 wird gefertigt.
1934 Die LEICA 250, genannt „Reporter", fasst 10 Meter Film und liefert ohne Nachladen 250 Aufnahmen. Kombiniert mit einem Motor wird sie bevorzugt von der deutschen Luftwaffe in Aufklärungsflugzeugen eingesetzt.
1954 Die LEICA M3 mit Bajonettanschluss und Leuchtrahmenmesssucher leitet das Ende der Ära der Schraubgewindekameras ein. Der Filmtransport wird durch einen Schnellspannhebel erheblich erleichtert.
1957 Die LEICA IIIg erscheint als letzte Leica mit Schraubgewinde.
1963 Eine grundlegende Neuentwicklung sind die auf der Photokina vorgestellten Ferngläser LEICA Trinovid. Sie sind nicht nur besonders schlank und elegant. Der neue Mitteltrieb verfügt auch über eine echte Innenfokussierung, die jeden Sog beim Einstellen vermeidet.
1965 Mit der LEICAFLEX geht die erste Leica-Spiegelreflexkamera in Serie.
1966 Das LEICA NOCTILUX 1:1,2/50 mm ist das erste Objektiv mit asphärischer Linse.
1967 Die LEICA M4 erscheint mit vereinfachtem Filmladesystem und neuer Rückspulkurbel.
1968 Die LEICAFLEX SL ist die weltweit erste Kamera mit Selektivmessung.
1971 Die LEICA M5 ist die weltweit erste Messsucherkamera mit selektiver Belichtungsmessung durch das Objektiv.
1973 Die LEICA CL erscheint als kompakte Messsucherkamera. Ein neues Werk in Portugal wird in Betrieb genommen.
1975 Neu entwickelte Glasarten ermöglichen die Konstruktion des extremlichtstarken Objektivs LEICA NOCTILUX 1:1,0/50 mm.
1976 Die LEICA R3 ist die erste elektronische Leica mit Selektiv/Integralmessung.
1980 Die LEICA R4 ist der erste Leica Multiprogrammautomat.
1984 Die LEICA M6 mit selektiver Belichtungsmessung und LED-Anzeige im Sucher wird vorgestellt.
1988 Die LEICA R6 mit mechanisch gesteuertem Verschluss wird vorgestellt.
1989 Die erste Leica Kompaktkamera LEICA AF-C1 erscheint.
1990 Die Fernglas-Serie LEICA TRINOVID BA erscheint mit einer komplett neu entwickelten Optik und Mechanik.
1992 Leica stellt das erste Fernglas mit integrierten Laserentfernungsmesser vor: Geovid 7x42 BD.
1994 Die erste digital gesteuerte Leica wird vorgestellt: LEICA R7.
Erstes Leica Objektiv mit blankgepresster asphärischer Linse wird vorgestellt.
Leica stellt erste Leica Spektive vor: Leica Televid.
1996 Die mikroprozessorgesteuerte Spiegelreflexkamera LEICA R8 erscheint.
1998 Die LEICA M6 TTL mit TTL-Blitzbelichtungsmessung wird vorgestellt. Mit der LEICA DIGILUX erscheint die erste digitale Leica Kompaktkamera.
1999 Mit der LEICA C1 beginnt die neue Design-Linie der Leica Kompaktkameras.
2002 LEICA M7 mit Zeitautomatik und Digitalanzeige der automatisch gebildeten Verschlusszeit.
Die LEICA R9 mit geringerem Gewicht und erweiterten Blitz-Steuerungsmöglichkeiten erscheint.
Leica Duovid ist weltweit erstes Hochleistungsfernglas mit umschaltbarer Vergrößerung.
2003 Die neue Fernglasserie LEICA ULTRAVID mit neuem Design und verbessertem optischen System erscheint. Eine digitale Rückwand für die LEICA R9 wird vorgestellt.
2004 Das Geovid erscheint in einer kompakteren und verbesserten Bauart: Geovid 8x42 BRF.
2005 Das Digital-Modul-R wird ausgeliefert und eine analoge R8 / R9 wird zur digitalen SLR-Kamera.
2006 Leica stellt die digitale Messucherkamera LEICA M8 vor.