Leica

In den optischen Werken, die seit 1849 in Wetzlar erfolgreich Mikroskope entwickelten, sorgte eine Idee für Furore:
Oskar Barnack wollte weg von den herkömmlichen, schweren Plattenkameras der Lichtbildkunst und suchte nach einer völlig neuen Technik des Fotografierens. Schon 1905 hatte er die Idee, das Negativ-Format zu verkleinern, um die Fotografien nachträglich zu vergrößern. Die Umsetzung gelang ihm als Entwicklungsleiter zehn Jahre später. Er entwickelte aus einem Gerät für Belichtungsproben für Kinofilm die erste erfolgreiche Kleinbildkamera der Welt: die Ur-Leica. Das Kleinbildformat von 24 x 36 mm ergab sich damals aus der Verdopplung des Kinoformats. Erste Fotos von für damalige Verhältnisse hervorragender Qualität entstanden 1914, aber durch den ersten Weltkrieg verzögert, ging die erste Leica (Leitz Camera) erst 1924 in Serie und wurde 1925 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Perfekte Werkzeuge

Der Fotojournalismus rückte mit Oskar Barnacks Kleinbildkamera schlagartig näher ans Geschehen und begann, dynamisch zu erzählen. Fotokünstler nutzten begeistert die Möglichkeit zum „Neuen Sehen". Die Leica wurde ein selbstverständlicher Begleiter in allen Lebenslagen, ein „Teil des Auges" oder die „Verlängerung der Hand". Der Anwender kann sich seitdem ganz auf den Gegenstand und das Bild konzentrieren. Auf der Basis der Innovationskraft und der Erfindungen von Oskar Barnack arbeitet Leica konsequent daran, perfekte Werkzeuge für eine besondere Sicht der Dinge zu schaffen.