Leica
DER PRADOVIT D-1200 IM EINSATZ
Eisbären hochgebeamt - Ein Bericht von Klaus-Peter Kappest (Leicavision)

Ein Bericht von Klaus-Peter Kappest

Am 19. September 2008 sah ich dem Eisbär direkt ins Auge. Zwei Meter vor mir stand das kräftige Tier mit blutverschmiertem Gesicht und überlegte sichtlich, wie es die massive Stahlwand unseres kleinen Eisbrechers überwinden könnte, um an den Leckerbissen mit der Kamera in der Hand heran zu kommen.

Die Eisbrecherfahrt von Spitzbergen ins Packeis am Rande der nördlichen Polkappe war eine der eindrucks-vollsten Reisen meines Lebens. Ein Vortrag für meine Leicavisionstournee sollte daraus eigentlich gar nicht entstehen; die Bilder waren nur für meine Agentur gedacht. Deshalb habe ich auf dieser Reise hauptsächlich mit der M8 und dem Digitalmodul an meiner R8 fotografiert und nicht - wie sonst bei der Vorbereitung einer Leicavision - mit traditioneller, analoger Technik. Die Erlebnisse dieser Reise ergaben aber eine so spannende Geschichte, dass sie dringend erzählt werden musste.

Bisher habe ich in meinen Leicavisionen über Norwegen per Hurtigrute, Schweden und Finnland ausschließlich unbearbeitete Originaldias projiziert. Jetzt stand ich vor der Aufgabe, erstmalig digital zu projizieren, wenn ich meine Bilder aus Spitzbergen als krönenden Abschluss meiner neuen Leicavision „Skandinavien - Insidertipps für Nordlandreisende" zum Einsatz bringen wollte.


Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch keine digitale Projektion gesehen, die mich in Gestaltung und Bildqualität überzeugt hat. Das digital projizierte Bild zeigte mir immer viel zu wenige Details und vor allem fehlte mir die Differenzierung eng beieinander liegender Farbwerte. Genau zum richtigen Zeitpunkt für mich stellte Leica im Rahmen der letzten photokina den neuen Beamer Pradovit D-1200 vor, der versprach, genau die Probleme zu lösen, die ich mit digitaler Projektion bis dahin hatte.


Im Kino meines Heimatortes durfte ich eines der ersten Geräte ausprobieren. Auf 9 Metern Leinwandbreite strahlte mir ein detailreiches und scharfes Bild mit einer Farbbrillanz und -differenzierung entgegen, wie ich es zuvor noch von keinem digitalen Projektor gesehen hatte.

Seit Anfang des Jahres 2009 setze ich den Leica Pradovit D-1200 nun im Rahmen meiner Tournee ein. Neben meiner eigenen Einschätzung erlauben mir auch die zahlreichen Rückmeldungen aus dem Publikum inzwischen eine erste Bilanz zu ziehen. Die Reaktionen des Publikums sind geradezu überschwänglich positiv: „Die Wiedergabequalität setzt neue Maßstäbe", „einen Unterschied zur Bildqualität eines Dias kann ich nicht mehr erkennen" und vor allem „wie kann ein solch kleines und leichtes Gerät ein so helles, brillantes und scharfes Bild an die Wand werfen?"


Nach sechs Tourneewochen mit digitaler Technik fällt meine erste eigene Zwischenbilanz so aus: Jede zurzeit angebotene professionelle Projektionstechnik hat ihre Stärken und Schwächen. Einen perfekten Alleskönner gibt es nicht. Wo immer eine Bildbreite von maximal sieben Metern ausreicht, bietet allerdings der Leica Pradovit D-1200 den technisch bestmöglichen Kompromiss. Wo immer die Bildqualität das wichtigste Kriterium ist, gibt es kaum eine Alternative zu diesem Gerät. Die Bildqualität ist aber nicht das einzige Kriterium, bei dem Leicas Beamer die Nase vorn hat. Im alltäglichen Tourneegeschäft spielen auch Größe und Gewicht der Geräte eine wichtige Rolle. In diesen beiden Disziplinen ist Leica absolut nicht zu schlagen.

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