The Challengers
of the World
Deserve Witnesses

Steve McCurry

Fotografieren bedeutet umherwandern.“

Reisen, d. h. die Welt entdecken und unseren Planeten erleben, ist eines der besten Dinge, die wir tun können. Ich liebe es, Orte erneut zu besuchen und zu sehen, wie sie sich seit dem letzten Mal verändert haben. Für verschiedene Fotoprojekte war ich des Öfteren in China. In den frühen 1980er-Jahren war das Land wirklich vom Rest der Welt abgeschnitten; heute, 35 Jahre später, sind die Veränderung, die Transformation und sein Status als Wirtschaftsmacht kaum zu fassen. Man spürt, dass es ein vielfältiges Land mit einer großartigen Tradition, Kunst und Kultur ist. Und die Menschen sind offen dafür, fotografiert zu werden. Dieses Bild ist 2019 entstanden und fängt China meiner Meinung nach perfekt ein: ein modernes Land, das tief in der Tradition verwurzelt ist. Ich war von der Beweglichkeit dieser Shaolin-Mönche während ihres Trainings beeindruckt – um sie nahezu fliegend einzufangen, musste man Schnelligkeit beweisen.

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Ich bin ein visueller Geschichtenerzähler.
Steve McCurry

Ich habe bei null angefangen und meinen eigenen Weg und meine eigenen Mittel gefunden. Das war nicht einfach, doch ich fühlte mich auch vollkommen frei, als hätte ich alle Zeit der Welt. Alles war ganz frisch und neu. Ich fand es spannend, nach draußen zu gehen und Dinge zum ersten Mal zu fotografieren.

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Eine meiner ersten Überseereisen führte mich nach Mexiko. Ich liebte es, herumzuwandern und ohne Deadlines, ohne Aufträge und Druck zu fotografieren; die Welt war wie eine leere Leinwand. Meine Karriere begann eigentlich 1979, als ich es als Paschtun verkleidet über die afghanische Grenze schaffte. Dort machte ich das Bild, das später um die Welt gehen sollte: Sharbat Gula („afghanisches Mädchen“). Seit nun mehr über 40 Jahren deckt meine Arbeit Konflikte, schwindende Kulturen, alte Traditionen und Gegenwartskulturen ab. Ich bin zu dem geworden, was ich als „Visual Storyteller“ bezeichne. Viele meiner Bilder basieren auf Menschen und Geschichten. Ich bin auf der Suche nach unbeobachteten Momenten und versuche zu vermitteln, wie es sich anfühlen muss, diese Person zu sein – oder im weiteren Sinne, ihr Leben mit der menschlichen Erfahrung als Ganzes in Beziehung zu setzen. Die Entscheidungen, die ich beim Fotografieren treffe, hängen von der Geschichte ab, die ich erzählen möchte.

Ein starkes Bild ist rhythmisch, harmonisch und voller Emotionen.“

Ich habe viele Kameras ausprobiert und mich aus verschiedenen Gründen und ohne zu zögern für das SL-System von Leica entschieden. Zunächst einmal ist die Bildqualität fantastisch und meiner Meinung nach unvergleichbar. Der EVF-Bildschirm ist sehr hell und groß und die Qualität ausgesprochen gut. Für mich war das die einzige spiegellose Kamera, die, sobald ich durch den Sucher blickte, optimal reagierte und sich sofort richtig anfühlte. Zweitens überzeugt die Qualität der Optiken. Ich hatte zwar keinen Zweifel daran, aber wenn man das Ganze selbst ausprobiert, erkennt man das volle Potenzial. Ganz zu schweigen von der Bedienbarkeit. Leica-Kameras sind wirklich außergewöhnlich.

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